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Rückhalteraum Elzmündung Los 2 Mitte
Sicherungsmaßnahmen am Rheinseitendamm 
in Schwanau 
Bausumme: ca. 1.950.000,00 €
Bauzeit: ca. Mai 2018 – März 2019
Bauherr: RP Freiburg
Telefon: +49 781 / 12471 - 0

Beschreibung:

Das Land Baden-Württemberg plant mit dem „Rückhalteraum Elzmündung“ die Realisierung einer von
insgesamt 13 Hochwasserschutzanlagen des Integrierten Rheinprogramms. Der Rückhalteraum Elzmündung
(nachfolgend „RHR“ oder „RHR ELZM“ genannt) liegt oberhalb der Staustufe Gerstheim auf dem
rechten Rheinufer (Plan L2M-1.1) zwischen der Gemeinde Kappel-Grafenhausen, Ortsteil Kappel und der
Gemeinde Schwanau, Ortsteile Nonnenweier und Wittenweier.

Im Einstaufall (Retentionsfall) werden rd. 470 Hektar Fläche zwischen dem Rheinseitendamm (RSD) und
den Hochwasserdämmen VI, VII und VIII bzw. dem Hochgestade des Rheins kontrolliert geflutet. Das damit
verfügbare Retentionsvolumen beträgt ca. 5,3 Mio. m³. Bei Retention ist eine dauernde Durchströmung
des alten Rheinvorlandes geplant. Zur Anpassung der Natur an diesen Vorgang sollen außerdem
regelmäßig vom Rheinabfluss abhängige ökologische Flutungen durchgeführt werden, bei denen das alte
Rheinvorland ebenfalls durchströmt wird – allerdings mit niedrigerem Abfluss als im Retentionsfall.
Das Einlaufbauwerk der Anlage befindet sich bei Rhein-km 261+230. Von hier aus erstreckt sich der geplante
RHR bis zum nördlichen Auslaufbereich bei Rhein-km 268+600. Querdämme mit diversen Durchlassbauwerken
bilden miteinander verbundene Teilräume im RHR ELZM, welche auch der Beherrschung
der seitlichen Zuflüsse dienen.

Das Gesamtvorhaben umfasst neben Einlaufbauwerk, diversen Durchlassbauwerken und Querriegeln auch
die Anhebung der Rheinseitendamm-Berme mit Sicherungsmaßnahmen am Rheinseitendamm (binnenseitig)
sowie verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung und Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit.
Die hier ausgeschriebenen Maßnahmen „Planungslos 2-Mitte - Sicherungsmaßnahmen am Rheinseitendamm“
umfassen folgende Teile der Gesamtmaßnahme:

Anhebung des Bermenweges auf ein Niveau von min. 50 cm oberhalb des Retentionswasserstandes
über eine Strecke von rd. 2,75 km mit Herstellung eines binnenseitigen Erosionsschutzes
und Anpassungen der Wegeanbindungen sowie Leitungsbau.
 
Auszuführende Leistungen nach Art und Umfang:
 
Erdarbeiten
• Oberbodenabtrag (ca. 11.000 m²)
• Oberbodenabtrag und Zwischenlagerung von Oberboden (Überschuss ca. 3.300 m³)
• Oberbodenauftrag (ca. 22.000 m²)
• Bodenabtrag mit Wiedereinbau als Bermenschüttung (ca. 3.900 m³)
• Bermenschüttung, Kiessand, Liefermaterial (ca. 5.400 m³)
• Wasserbausteine CP 45/125 (ca. 7.500 m³)
• Geotextil (ca. 20.000 m²)
 
Mess-, Steuer-, Regeltechnik, Elektrotechnik
Komponenten der MSR-Technik und der Elektrotechnik sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung –
wohl aber die Vorbereitung der Installationen durch einen später nachfolgenden Auftragnehmer. Dabei
handelt es sich um den Einbau von Leerrohren und Schächten von Planungslos 2-Süd zum Planungslos 2-
Mitte:
• Kabelleerrohre PE, ca. DN 50, 2.700 m Mehrfachbelegungsrohre für die spätere Verlegung von Lichtwellenleitern
• Einbau von Stromversorgungskabeln, erdverlegt, 400 m
• Kabelschächte PE mit Stahlrahmen und Schwerlast-tauglichem Deckel, 5 Stück
 
Wegebau
• Schottertragschicht 0/32 mm (ca. 4.400 m³)
 
Rohrleitungsbau
• dauerhafte Durchlässe
 
Rückbau und Neubau von Grundwassermessstellen (GWM)
• Rückbau von 3 GWM durch Überbohren
• Neubau von 3 GWM bis in 12 m Tiefe
 
Anpassung Böschungstreppen
• Anpassung von 3 Böschungstreppen vom Bermenweg auf die Dammkrone
 
Landschaftsbau
• Rodung der Wurzelstöcke von im Vorfeld bereits gefällten Einzelgehölzen (ca. 30 Stück) und Einbau als Totholz
• Vorbereitung der Endoberflächen für die vom AG auszuführende Ansaat (Planieren und Aufrauhen, 22.000 m²)
 
Technische Bearbeitung
• Baustelleneinrichtungsplan
• Bauablaufplan
• Hochwasserschutzkonzept
• QS-Plan des AN
• Dokumentation
• Bestandspläne und Vermessungsarbeiten
• Erkundung und Bewertung der Kampfmittelsituation
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