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Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit
an der WKA Schiedt in Neckarrems
Erd- und Stahlbetonbauarbeiten 
Bausumme: n/a
Bauzeit: ca. Oktober 2018 – März 2019
Bauherr: C. Schiedt GmbH & Co. KG
Telefon: n/a

Beschreibung:

Die „Wasserkraftanlage Schiedt“ in Remseck (nachfolgend kurz: WKA bezeichnet) wird von der
C. Schiedt GmbH & Co. KG betrieben. Die WKA ist seit 1919 im Rahmen eines Altrechtes in Betrieb.
Zum Betrieb der WKA wird die Rems durch eine Wehranlage auf einen Stauwasserstand von 206,13 m+NN
und einen Wasserspiegelunterschied von ca. 2,70 m aufgestaut. Über einen kurzen Oberwasserkanal wird
das Wasser der Rems der Kleinwasserkraftanlage zugeleitet und über einen ca. 120 m langen Unterwasserkanal
der Rems wieder zugeführt.
Aufgrund der vorhandenen Wehranlage und der damit einhergehenden Absperrung der Rems ist die ökologische
Durchgängigkeit für aquatische Lebewesen bisher nur in stark eingeschränktem Maß vorhanden.
Entsprechend der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist der
Zustand der Gewässer zu verbessern. Hierzu gehört u.a. die Herstellung der Durchgängigkeit an Querbauwerken
im Gewässer.
Die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der WKA Schiedt soll durch den Bau einer Fischaufstiegsanlage
(FAA) in Form eines Vertical-Slot-Fischpasses sowie eines Fischabstiegs realisiert werden. Im
Rahmen der „Remstal Gartenschau 2019“ soll die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Für die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit sind im Wesentlichen folgende Leistungen durchzuführen:
- Baumfällarbeiten / Baumschutz
- Wasserhaltung
- Abbrucharbeiten
- Erdarbeiten
- Herstellung der Fischaufstiegsanlage als Trogbauwerk aus Stahlbeton
- Sohlschüttung im Trog der FAA sowie in deren Ein- und Auslaufbereich
- Herstellung eines Bermenwegs aus Schotter entlang der FAA
- Stahlwasserbau / Einbauteile
- Neubau eines Stegs über den Unterwasserkanal
- Ausgleichsmaßnahmen / Bepflanzung


Folgende Abbruch- bzw. Rückbauarbeiten sind im Rahmen der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit auszuführen:
- Teilabbruch der Ufermauer zum Anschluss der FAA an den Oberwasserkanal
- Teilabbruch der Ufermauer des Unterwasserkanals
- Rückbau des vorhandenen Fischabstiegs DN 150 PVC
- Rückbau der vorhandenen Abschwemmrinne bestehend aus einem offenen Betonrohr
- Abbruch des vorhandenen Stahlstegs über den Unterwasserkanal
- Abbruch von Bauwerksresten aus Beton, Stahlbeton, Mauerwerk im Bereich der Baugrube
- Herstellung von Durchbrüchen in der Ufermauer der Rems bzw. des OW-Kanals für den Bau der Abschwemmrinne bzw. des Fischabstiegs


Folgende Stahlwasserbau- bzw. Einbauteile sind herzustellen:
- Einbauteile im Trog der FAA: Holz-Trennwände, -Umlenkblöcke und -Leitelemente inkl. Befestigungsmitteln aus Stahl; Revisionsnuten aus Stahl
- Stahlschütz inkl. seitlichem Antrieb im Einlaufbereich der FAA
- Füllstab- bzw. Holzholmgeländer als Absturzsicherung entlang des Bermenwegs
- Abschwemmrinne als offene PVC-Rinne
- Fischabstieg als offenes Edelstahlgerinne
- Informationstafel
- Blitzschutz

 

 

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