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Bau des Fischweges am Lippewehr
Hamm
Bauzeit: 2012 
Bausumme: ca. 1.675.000,00 €
Bauherr: Lippeverband Essen
Telefon: +49 201 / 104 - 0

 

 

Der Lippeverband plant den Bau eines Fischweges am Wehr Hamm, die Umverlegung des Kläran­lagen-Ablaufs (KA-Ablauf) sowie des Regenrückhaltebecken-Ablaufs (RÜB-Ablauf) und die Sanie­rung des RÜB-Auslaufbauwerks.

Die Baustelle liegt am Nordufer der Lippe, südlich des Flugülatzes Hamm innerhalb des Stadtgebietes Hamm.

Hierbei ist für den neuen KA-Ablauf der Jupp-Eickhoff-Weg mit einem neuen Kreuzungsbauwerk zu unterqueren. Die Einleitung des Wassers aus der Mattenbecke wird aus dem RÜB–Ablaufbauwerk verlegt und offen im alten Ablaufgerinne des RÜB zum Fischweg geführt. Für den Fischweg um­fasst die Baumaßnahme ein Einlaufbauwerk mit zwei Buhnen an der Oberwasserseite des Wehres Hamm sowie die anschließende Sohlgleite Ost, die als Riegelrampe vorgesehen ist.

Für den Zu­sammenfluss mit dem Mühlgraben, der von Nord-Ost zufließt, wird ein Diffusor aus Wasserbau­steinen hergestellt, um ein Abwandern der Fische in den Mühlgraben zu vermeiden. Im weiteren Verlauf nutzt der Fischweg die Trasse des bestehenden Mühlgrabens am Fuß des Dammes zur Lippe. Zur Kreuzung des querenden Mischwasserkanals ist ein Bachdüker vorgesehen, bei dem der Abwasserkanal in einem geschlossenen U-Profil aus Beton über den Bach geführt wird. Der Verschluss erfolgt mit Platten aus Stahlbeton (3,6 m x 1,0m).

Nachdem die verrohrte Betriebsweg­kreuzung offengelegt ist, folgt der Fischweg der alten Trasse des KA-/RÜB-Ablaufs. Hinter dem Zu­sammenfluss mit dem Wasser aus der Mattenbecke unterquert der Fischweg die alte Brücke des Jupp-Eickhoff-Wegs und mündet über die westliche Sohlgleite, die ebenfalls als Riegelrampe vor­gesehen ist, wieder in die Lippe.

Parallel zu den Sohlgleiten werden Betriebswege angelegt, von denen der westliche zu einer neuen Kanuanlegestelle führt.

 

Die gesamte Baumaßnahme umfasst im Wesentlichen folgende Leistungen:

 

A) Fischweg

Herstellung zweier Sohlgleiten (L = ca. 200 m und L = ca. 150 m) in Riegelbauweise sowie rd. 550 m naturnaher Gewässerausbau (Umgehungsgerinne),

Anlage zweier aus Wasserbausteinen geschütteter Buhnen in der Lippe,

Herstellung eines Einlaufbauwerks (L = ca. 18 m) aus Stahlbeton mit Bruchsteinverkleidung inklusi­ve einer Brücke zur Erreichung des Betriebswegs,

25 Stck. Riegel aus Wasserbausteinen für die östliche Sohlgleite inklusive Einbringen von Sohlsub­strat zwischen den Riegeln und zur Nachbettsicherung,

14 Stck. Riegel aus Wasserbausteinen für die westliche Sohlgleite inklusive Einbringen von Sohl­substrat zwischen den Riegeln und zur Nachbettsicherung,

rd. 90 m Betriebsweg aus Schotterrasen mit Wendefläche im Bereich der östlichen Sohlgleite und des Einlaufbauwerks,

rd. 30 m Steinschüttdamm im Zufluss des Mühlengrabens zum Fischweg,

1 Stck. Bachdüker als mit Stahlbetonplatten (3,6 m x 1,0 m) verschlossenes U-Profil aus Stahlbeton für den vorhandenen Mischwasserkanal und Sicherung des Fischwegs durch eine Steinschüttung,

rd. 12 m Offenlegen der Verrohrung DN 800 des Mühlengrabens im Zuflussbereich zur Mattenbecke,

Querung der bestehenden Brücke Jupp-Eickhoff-Weg mit zusätzlichen Maßnahmen zur Stabilisie­rung der Brücke und seitlicher Böschungsabfangung durch Gabionen,

Herstellung einer Kanuanlegestelle mit Wasserbaupflaster und eines Weges mit wassergebunde­ner Decke im Bereich der westlichen Sohlgleite,

rd. 360 m Abbruch der Sohlschalen mit Unterbau aus dem bestehenden Kläranlagen-Ablauf, rd. 140 m Abbruch der Sohlschalen mit Unterbau aus dem bestehenden RÜB-Ablauf,

 

B) KA - Ablauf

rd. 560 m Ausheben eines neuen Kläranlagen-Ablaufs inklusive teilweiser Herstellung einer Splitt-­Schotter-Sohle,

rd. 13 m Stahlbeton-Rahmenprofil (4,50 x 1,00 m) mit Stirnwänden für SLW 60,

rd. 26 m Sohlgleite im Mündungsbereich des Kläranlagen-Ablaufs in die Lippe aus Wasserbaustei­nen inklusive Kolkschutz,

rd. 109 m Ausheben eines neuen RÜB-Ablaufs inklusiver Herstellung einer Splitt-Schotter-Sohle zum neuen Kläranlagen-Ablauf mit Böschungssicherung ebenfalls durch Splitt-Schotter-Mischung, Sanierung des RÜB-Auslaufbauwerks (baugleiche Erneuerung der bestehenden Stahlleitungen zum Auslaufbauwerk, Umlegung des Einlaufs der Mattenbecke, Sanierung der Stahlbetonbauteile durch Abtragen und Erneuerung der Verwitterungsschicht sowie Rissverpressung).

 

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