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Wiederherstellung des Eignerbaches
im Bereich des Sedimentationsbeckens
in Wülfrath
Bausumme: n/a
Bauzeit: Dezember 2014 - Juni 2015
Bauherr: Rheinkalk GmbH, Wülfrath
Telefon: n/a

Die Fa. Rheinkalk GmbH betreibt in 42489 Wülfrath das Kalkwerk Flandersbach mit Steinbrüchen, Sedimentationsbecken, Aufbereitungs-, Brenn- und Veredelungsanlagen sowie Versandeinrich­tungen und Lager.

Der Neuaufschluss einer Kalksteinlagerstätte am Silberberg erfordert die Umverlegung eines Gewäs­serabschnittes des Eignerbaches sowie zweier seiner Zuflüsse.

Des Weiteren wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 24.02.2010 die Wiederherstellung des Eignerbaches auf dem ehemaligen Sedimentationsbecken Eignerbach beschlossen.

Der Neubau eines Gewässerabschnittes im Bereich des ehemaligen Sedimentationsbeckens ein­schließlich dem Bau eines Stahlbetonfertigteil Bauwerkes zur Tiefwasserentnahme ist Gegenstand dieser Baumaßnahme.

Die Maßnahme umfasst die Arbeiten auf dem ehemaligen Sedimentationsbecken Eignerbach ab km 3+340  bis km 4+609 am Eignerbach. Die Verlegung des Eignerbaches ist in diesem Gewässerabschnitt mit einem neuen Profil auf dem flach geneigten bzw. fast ebenen Gelände des ehemaligen Sedimentationsbeckens geplant. Bei der Station 3+300 schließt das Baufeld an das vorab erstellte Gewässer an. Hier ist für die Anbindung an die Vormaßnahme ein provisorisch aufgeschütteter Geländeanschluss (Damm) abzutragen und das Gewäs­ser örtlich an das bestehende Gewässer anzugleichen.

Der Ausbau des Eignerbaches endet bei ca. km 4+609 an einem vorhandenen See. Hier ist im Zuge des Gewässerausbaus ein Tiefwasserentnahmebauwerk als Stahlbetonfertigteilbauwerk zu errichten; für die Hochwasserentlastung des vorhandenen Sees ist eine Dammscharte am vorhande­nen Staudamm auszubilden.
 
Da die vorhandene Sedimentfläche wenig tragfähig ist, müssen vor dem Bau des Gewässerlaufes Baustraßen hergestellt werden. Es ist vorgesehen, zwischen km 3+390 und ca. km 3+743 drei parallele Baustraßen herzustellen. Eine davon westlich der Gewässerach­se, die auch im späteren Verlauf zu einem Betriebsweg um- bzw. ausgebaut werden soll sowie zwei Baustraßen östlich der Gewässerachse. Zur weiteren Herstellung des Gewässers sind zwei parallel laufende Baustraßen rechts und links der Gewässerachse vorgesehen. Von der Station 4+234 bis zu dem Ausbauende bei 4+609 wird bauseits eine Baustraße westlich der Gewäs­serachse im Vorfeld eingebracht. Auch diese ist im späteren Verlauf zu einem Betriebsweg um- bzw. auszubauen.
 
Zur Entwässerung des wassergesättigten Sedimentes ist eine vorlaufende Wasserhaltung mittels Vakuum-Filterlanzen vorgesehen. Im Süden des Baufeldes zunächst 3-reihig, dann übergehend in eine Anordnung links- und rechtsseitig der in Gewässerachse und zuletzt einreihig.

Die östlich der Gewässerachse verlaufende(n) Baustraße(n) ist/sind im Zuge des Gewässerausbaus rückschreitend abzutragen und zum Aufbau des geplanten Unterhaltungsweges sowie in der herzu­stellenden Gewässersohle zur Erhöhung der Standfestigkeit einzubauen. Zwischen km 4+234 bis zum Ausbauende (ca. km 4+609) sind jeweils rechts- und linksseitig des geplanten Gewässers Baustraßen herzustellen. Die westlich des geplanten Gewässers verlaufende Baustraße wird im Zuge der Bau­maßnahme zum Unterhaltungsweg ausgebaut.
 
Zwischen km 3+340 und ca. km 4+200 liegt der geplante Bachlauf in einem Einschnitt. Das vorhande­ne, nicht tragfähige Sediment ist hier abzutragen und in die angrenzenden Baufelder gemäß den Angaben des AG einzubauen. Ab ca. km 4+234 bis km 4+600 verläuft das zu errichtende Gewässer durch eine vorhandene Wasserfläche. Hier ist mit vom AG beigestelltem Material das Gelände entsprechend den Ausführungsplänen anzuschütten.


 
Bei den im Wesentlichen auszuführenden Leistungen handelt es sich um:
 

  •         Baustelleneinrichtung liefern, vorhalten, abbauen
  •         Baustraße herstellen und teilweise umlagern
  •         Wasserhaltung
  •         Boden (Sediment) im neuen Gewässerprofil ausheben, verfahren, einbauen
  •         Erdbau/Geländeauffüllungen im Bereich der Restwasserflächen
  •         Sohlendeckwerk, Blocksteine (oder mit vorgesetzten Faschinen) zur Böschungsfußsicherung, Steinpacklage, mit vom AG beigestellten Materialien herstellen
  •         Tragschicht aus Beibruch (Unterhaltungswege) herstellen, mit vom AG beigestellten Materia­lien
  •         Schottertragschicht herstellen (Unterhaltungswege), mit vom AG beigestellten Materialien,
  •         Tiefwasserentnahmebauwerk (Stahlbetonfertigteilbauwerk) herstellen, einbauen, einschl. In­nenausbau
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