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Ökologische Verbesserung 
an Hellbach und Breuskes Mühlenbach
in Recklinghausen
Bausumme: ca. 3.340.000,00 €
Bauzeit: Juni 2016 - März 2018
Bauherr: Emschergenossenschaft
Telefon: +49 201 / 104 - 0
 
Die vorliegende Maßnahme ist Bestandteil eines Gesamtkonzeptes, wonach die Emscher inklusive Nebengewässer zu einem System mit Trennung von
Rein- und Schmutzwasser umgebaut werden soll.

Nach der Entflechtung wird das Hellbach-System als Nebengewässer der Emscher seine Wasserführung im Wesentlichen aus den angeschlossenen Reinwasserzuflüssen
und den Abschlägen der Regenwasserbehandlungsanlagen erhalten. Der Hellbach und sein Nebengewässer Breuskes Mühlenbach (BrMb) haben eine
Gesamtlänge von 11 km und liegen im Stadtgebiet Recklinghausen. 
 
Die hier beschriebene Leistung umfasst die Baumaßnahme Ökologische Verbesserung des Hellbachs von km 2,93 bis km 4,08 und des Breuskes Mühlenbachs
von km 0,00 bis km 0,89. Folgende Maßnahmen werden im Wesentlichen erforderlich:
 
- ökologische Verbesserung des Hellbachs und Breuskes Mühlenbachs, vorwiegend mit Rückbauarbeiten, Profilierungsarbeiten und Erosionsschutzmaßnahmen
im Bereich des Fließquerschnittes
- Herstellung eines Regenrückhaltebeckens in Erdbauweise inkl. Drosselbauwerk mit zugehöriger maschinentechnischer Installationen und E- und MSR-Technik
- Herstellung eines Absperrdamms in Erdbauweise mit Drosselleitung DN 350
- Erstellung einer 51,50 m langen Spundwand zur Böschungssicherung
- Erstellung von Winkelstützwänden zur Böschungssicherung
- periphere technische Maßnahmen wie Zaunbau, Anlegen von Böschungstreppen, Ertüchtigung und Neubau von Baustraßen und Betriebswegen sowie eines
öffentlichen Fahrradweges
- übergeordnete Leistungen wie Verkehrssicherung, Wasserhaltungsmaßnahmen und Sondierungen zur Kampfmitteluntersuchung
 
Der Hellbach und Breuskes Mühlenbach sollen im Baulos II auf einer Gesamtlänge von ca. 2040 m so umgestaltet werden, dass eine Ersatzaue ausgebildet werden
kann. Hierzu sind zunächst die vorhanden Betonsohlschalen inkl. Böschungsplatten rückzubauen und die Böschungen weitgehend durch Bodenabtrag umzuprofilieren.
Die vorhandenen Gerinnezuläufe (Kunststoff-, Beton- und Stahlbetonrohrleitungen bis DN 900) sind an die neuen Böschungsverhältnisse anzupassen
bzw. teilweise zurückzubauen und zu verdämmen.
 
Im Zuge der Baumaßnahme sind die Bachläufe auch innerhalb von fünf Brücken und Durchlässen umzugestalten:

- Brücke Bozener Straße, Länge ca. 11 m
- Brücke Kärntener Straße, Länge ca. 12 m
- Brücke Hohenhorster Weg, Länge ca. 20 m
- DB-Durchlass Breuskes Mühlenbach, Länge ca. 70 m
- Brücke Bruchweg, Länge ca. 15 m

Insbesondere in diesen Bereichen sind die Arbeiten aufgrund der beengten Verhältnisse ggf. in Handarbeit bzw. mittels Kleingerät durchzuführen.
In den neu herzustellenden Bachbetten werden insgesamt sechs Sohlengleiten (davon drei im Bereich der vorgenannten Brücken und Durchlässe) sowie drei
Sohlschwellen in naturnaher Bauweise hergestellt. Die Böschungsfüße sind fast im gesamten Baulos mit Fußfiltern und die Böschungen
mit Kokosgewebe vor Erosion zu sichern. An besonders hydraulisch beanspruchten Stellen, insbesondere im Bereich der Brücken, kommen zusätzlich
Steinmatratzen zur Ausführung. Das Regenrückhaltebecken Hillerheide wird weitgehend im Bodenabtrag profiliert.
Zum Breuskes Mühlenbach verbleibt ein Erdkeil, der einseitig mit einer Dichtungsschicht aufzubauen ist. Der Beckenüberlauf wird mittels Steinmatratzen befestigt.
Auf den Beckenböschungen ist ein umlaufender Betriebsweg anzulegen. Die baubeeinflussten Flächen befinden sich zwischen Autobahn und Kärntener
Straße in Wohngebiet und vom Bruchweg bis Ausbauende in Gewerbegebiet.
 
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