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Renaturierung und Ufergestaltung des Rossneckars
im Bereich des Hengstenberg-Areals
in Esslingen am Neckar, Weststadt
Bausumme: ca. 200.000,00 €
Bauzeit: 2014
Bauherr: Stadt Esslingen am Neckar, Tiefbauamt
Telefon: +49 711 / 3512 - 0

 

 

 

Die Stadt Esslingen am Neckar beabsichtigt im Zuge der städtebaulichen Entwicklung des Hengstenbergs­ Areals, die Renaturierung und Ufergestaltung des Rossneckars.

Die Baumaßnahe umfasst einen ca. 260m langen Abschnitt des Rossneckars. Ein Großteil der Maßnahmen konzentriert sich auf das rechte Ufer (=Nordufer).

Zwei vorhandene Schachtbauwerke an dieser Uferseite werden mit Wasserbausteinen angeschüttet und erhalten dadurch im Mittelwasserbereich eine buhnenartige Form. Zwischen Schachtbauwerk und alter Ufermauer wird das Ufer mit zwei kleinen Steinbuhnen und Totfaschinen gesichert. Vor die Ufermauer wird eine Unterwasserberme geschüttet. Des Weiteren sind hier Röhrichtwalzen und Pflanzungen von heimischen Hochstauden vorgesehen. Am linken Ufer wird eine große Tauchbuhne errichtet, welche die Strömung auf die rechte Ufermauer lenkt. Weiter flussabwärts wird kurz oberhalb des westlichen Schachtbauwerks eine weitere Tauchbuhne errichtet, die in Kombination mit einer Steinschüttung um das Schachtbauwerk für eine Strömungsumlenkung und -beschleunigung sorgt. Ansonsten sind linksufrig nur strukturverbessernde Maßnahmen mit Wurzelstrünken und Rauhbäumen vorgesehen.

Die rechte Uferböschung wird auf der gesamten Länge zwischen der neuen Fußgänger-/Radwegebrücke und Beginn der Eisenbahnbrücke abgeflacht und erhält verschiedene Böschungsneigungen, i. d. Regel zwischen 1:2 und 1:3. Dabei sind mehrere in den Rossneckar mündende Entwässerungsleitungen in die Böschung zu integrieren. In einem ca. 45,0m langen Bereich oberhalb der Eisenbahnbrücke kann zum jetzigen Zeitpunkt nur der unmittelbare Böschungsbereich am Ufer umgestaltet werden. Die weitere Böschungsmodellierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt und ist nicht Teil dieser Baumaßnahme.

Zur Ufersicherung und -strukturierung werden verschiedenste ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen errichtet wie Totfaschinen mit Erlenhinterpflanzungen, kleine Gehölzgruppen und Lebend- und Stummelfaschinen, kombiniert mit Ufervorschüttungen aus Wasserbausteinen.

Ein wichtiges Ziel der Umgestaltung ist die Erhöhung der Strömungs- und Strukturvielfalt im Mittelwasserbett. Neben den beschriebenen ingenieurbiologischen Ufersicherungsmaßnahmen werden Struktursteingruppen und Wurzelstrünke in der Sohle eingebracht, welche in den Hinterwasserbereichen lokale Tiefstellen (Kolke) entstehen lassen sollen.

Die beiden Schachtbauwerke erhalten zu Wartungszwecken einen Steg inkl. Geländer aus Stahl. Um vom neuen Radweg zu Unterhaltungszwecken auf den Böschungsbereich des Rossneckars zu gelangen, wird ein Rampenbauwerk aufgeschüttet, das mit zwei trocken aufgesetzten Jurakalksteinmauern in Richtung des Rossneckars abgefangen wird.

Ebenfalls für Wartungszwecke ist am südl. Wiederlager der neuen Fußgänger-/Radwegebrücke eine Treppe zu errichten.

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